Berlin-Brandenburgisches Künstlerlexikon

Jeanna Bauck (1840-1926)

Porträt- und Landschaftsmalerin aus Schweden, auch Stilllebenmalerin. Der Vater Komponist, finanzierte offenbar wohlhabend die private Ausbildung der Tochter. Studierte in Dresden bei Adolf Ehrhardt, in Düsseldorf bei Albert Flamm, in München bei Jozef Brandt und Dietrich Langko. Zahlreiche Reisen u.a. Paris, Italien, Schweiz. In München Freundschaft und Ateliergemeinschaft mit der dänischen Malerin Bertha Wegmann. Als Lehrerin vor allem in München von Einfluss. In Berlin nur 1896–1898 Lehrerin am Berliner Künstlerinnenverein, dort Paula Modersohn-Becker ihre Schülerin, die ihre unkonventionelle Art bewunderte. Deren Briefe an die Eltern die wichtigste Quelle für die Berliner Zeit. Nach einem Atelierbesuch am 7. Mai 1897 notierte Modersohn-Becker über ihre Lehrerin: “eine große einfache Auffassung in jedem Bild”. Ein “künstlerisch-politischer Konflikt” im Herbst 1897 mit der Direktorin Margarethe Hoenerbach führte zur Übersiedlung zurück nach München. Als Zeichnerin mit energischer Strichführung, ihre Landschaftsgemälde stimmungsvoll, ihre Porträts zugleich häufig Interieurdarstellungen. Im Münchener Lehnbachhaus einige Zeichnungen und Gemälde, über 30 erhaltene Gemälde im Kunsthandel nachweisbar. [kl-bb]

Teilweise erforscht, noch zu entdecken

Alternative Namensformen

Normdaten

Person

Geburtsdatum 19.08.1840
Geburtsort Stockholm

Tätigkeit

Technik Malerei
Gattung Landschaft, Marinemalerei, Porträt, Stillleben

Quellen und Literatur zu Jeanna Bauck

Stammbaum

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Aktivität