Berlin-Brandenburgisches Künstlerlexikon

Clara Berkowski (1857-1937)

Porträt- und Genremalerin in Berlin, aus einer Fotografenfamilie im ostpreußischen Königsberg stammend, dem Vater gelang im Königsberger Universitäts-Observatorium die erste Daguerreotypie der Korona bei einer totalen Sonnenfinsternis, ab 1869 auf einem Landgut bei Königsberg lebend. Erster Zeichenunterricht in Königsberg. Ging nach Berlin und studierte an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums bei Franz Skarbina (mit Examen als Zeichenlehrerin) sowie bei Karl Gussow. Führte bereits ab 1883 ein eigenes Atelier mit Schülerinnen. Zwischen 1893 und 1904 auf den Ausstellungen des Vereins der Berliner Künstlerinnen und Kunstfreundinnen vertreten. Einige im Kunsthandel erhaltene Gemälde zeigen überwiegend Kinder- und Frauenporträts in Ganzfigur im Interieur oder in Landschaft. Der Malstil an englischer Malerei orientiert, locker und flüssig. Auch als Kopistin tätig, das Altarbild “Auferweckung des Lazarus” nach Rubens, in der Christuskirche in Windhoek/Namibia erhalten. Auf die Verbindung zum Fotografen-Gewerbe deutet ein Gemälde “Zwei Frauen in der Dunkelkammer beim Entwickeln von Fotoplatten” (Quentin 40, Nr. 6). Anton Hirsch (1905) würdigt sie ausführlich. In den letzten Lebensjahren offenbar nicht mehr künstlerisch tätig, beim Tod ohne Angabe des Berufes. [kl-bb]

Nicht gut erforscht, noch zu entdecken

Normdaten

Person

Geburtsort Königsberg in Preußen
Sterbedatum 12.12.1937
Sterbeort Berlin

Tätigkeit

Technik Malerei
Gattung Genre, Kopie, Landschaftsmalerei, Porträt

Familie

Vater Julius Berkowski
War Teil von Künstlerfamilie

Quellen und Literatur zu Clara Berkowski

Stammbaum

Karte

Aktivität