Hanna Bieber-Boehm (1851-1910)
Genre- und Landschaftsmalerin, in der Jugend auch Silhouettenkünstlerin, später vor allem Schriftstellerin. Aus jüdischer Familie in Ostpreußen, der Vater vermögender Jurist, der die Ausbildung in Berlin bei Karl Gussow, Hermann Schnee und Carl Saltzmann, außerdem in München bei Josef Flüggen finanzierte. Studienreisen nach Paris, Tunis, Italien, Griechenland und Konstantinopel, dann Rückkehr nach Berlin und dort 1888 Eheschließung mit dem Juristen Richard Biber, ebenfalls jüdischer Religion. Seitdem im Dienst der Frauenbewegung, im Vorstand des Bundes der deutschen Frauenvereine und aktiv für die Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuches für mehr Frauenrechte, für die sie auch Reden, Aufsätze und Flugschriften verfasste. Die künstlerische Tätigkeit dadurch stark zurückgetreten, einzelne Lithographien und zwei Bände (1874, 1881) mit Silhouetten bekannt. Nach dem Tod des Vaters Erbschaft, mit dieser Begründung eines Ferienheims auf dem Priorberg bei Neuzelle, dort auch ihr Grab (erhalten). [kl-bb]
Teilweise erforscht, noch zu entdecken