Mathilde Block-Niendorff (1850-1932)
Malerin von Porträts und Altargemälden. Stammte aus einer Pfarrerfamilie in Niendorf bei Lauenburg, zeitlebens religiös geprägt, unverheiratet. Der Vater früh verstorben, von ihrer Mutter und auf einer Töchterschule ausgebildet und zunächst als Erzieherin tätig. Zeichnete von früher Jugend an und erhielt 1875 eine Freistelle am Victoria-Stift Berlin, war dann Schülerin an der Zeichenschule des Vereins Berliner Künstlerinnen und Kunstfreundinnen und bis Juli 1877 beim Lette-Verein, wo sie eine Auszeichnung erhielt. Im August 1877 Examen als Zeichenlehrerin an der Berliner Kunstakademie. Bis wenige Wochen vor ihrem Tode in Berlin tätig, dort im Winter ein Atelier mit der Freundin H. Moeser (als Künstlerin nicht nachweisbar). Zeitlebens in enger Beziehung zu ihrer Heimat und Pinneberg, Wohnort der Schwester, dort auch im Sommer länger weilend. Für dortige Auftraggeber Porträts, für Kirchen Altargemälde. Erhalten davon einige Porträts im Kreismuseum Herzogtum Lauenburg in Ratzeburg, im Rathaussaal Pinneberg, in St. Nicolai Mölln, in den Dorfkirchen Niendorf und Mustin. Ihr Stil linear und detailgetreu. Nannte sich in Unterscheidung zu einer gleichnamigen Künstlerin in Berlin nach ihrem Geburtsort. Beigesetzt in ihrem Heimatdorf. [kl-bb]
Gut erforscht