Berlin-Brandenburgisches Künstlerlexikon

Elisabeth Büchsel (1867-1957)

Produktive Landschafts- und Porträtmalerin, geboren in Stralsund als Tochter eines Gewandschneiders und Tuchhändlers. Erhielt ab 1888 Privatunterricht in Berlin bei Paul Flickel, besuchte ab 1896 die Zeichenschule des Vereins der Berliner Künstlerinnen unter Conrad Fehr und Walter Leistikow. Nach Studienreisen durch Italien, Holland und die Schweiz bildete sie sich von 1900 bis 1902 in Paris an der Académie Colarossi sowie der Académie de la Grande Chaumière fort, danach in München bei Christian Landenberger. Ab 1904 lebte und arbeitete sie abwechselnd in Stralsund und auf Hiddensee, wo sie 1919 Mitbegründerin des „Hiddensoer Künstlerinnenbundes“ wurde. Schuf atmosphärische und rasch gefertigte Dünen- und Küstenlandschaften, Figurenbilder und Genredarstellungen des einfachen Insel- und Arbeitslebens sowie einfühlsame Porträts. In der Qualität durchaus ungleich, war sie bis zum Lebensende auch zum Broterwerb sehr produktiv, ihr Frühwerk eindrucksvoller. Die Zahl der im Kunsthandel nachweisbaren Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle beläuft sich auf etwa 500, ein Werkverzeichnis gibt es nicht. Wichtige und größere Werkgruppen befinden sich vor allem in den Museen von Stralsund, Rostock und Schwerin. [kl-bb]

Teilweise erforscht

Normdaten

Tätigkeit

Technik Malerei, Aquarell, Pastell, Zeichnung
Gattung Landschaft, Porträt

Quellen und Literatur zu Elisabeth Büchsel

Stammbaum

Karte

Aktivität