Antonie Biel (1830-1880)
Marine- und Landschaftsmalerin aus Stralsund, vereinzelt auch Genre- und Gruppenbilder. Der Vater Ratsmitglied, die Mutter selbst künstlerisch tätig und die Begabung der jüngsten Tochter fördernd, vor allem nach dem frühen Tod des Vaters. 1851 Tod der Mutter, die ältere Schwester Johanna die jüngere fördernd, unverheiratet. Heimliche Ausbildung als Privatschülerin bei August Wilhelm Schirmer in Berlin 1857, dann in Karlsruhe bei Carl Friedrich Lessing, der sie zunächst abgelehnt hatte, außerdem bei Hans Gude. Übersiedlung nach Berlin 1865. Zahlreiche Reisen, Paris (1866), Schweiz, Dänemark, Schweden, Rügen und Hiddensee, Spreewald, Harz und Chiemsee. Auf den Berliner Akademie-Ausstellungen 1860–1879 vertreten, Mitglied des Vereins Berliner Künstlerinnen und Kunstfreundinnen 1867–1880, dort ausstellend, ebenso in Bremen 1865, 1869 und 1871, außerdem in Kassel. Anerkennung. Ihre Arbeitsweise wird als bedachtsam beschrieben, sie selbst als selbstkritisch, Gemälde erst nach oft zahlreichen Skizzen. Im Alter auch als Illustratorin tätig. Nach ihrem Tod Gedächtnisausstellung 1880 vom Verein der Berliner Künstlerinnen und Kunstfreundinnen, 1881 in der Alten Nationalgalerie. Erhaltene Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen im Kunsthandel und in Privatbesitz, außerdem im Berliner Kupferstichkabinett, den Museen Mönchgut und Ahrenshoop sowie dem Kulturhistorischen Museum Stralsund. [kl-bb]
Teilweise erforscht, noch zu entdecken