Helene Büchmann (1843-)
Porträt- und Genremalerin aus Berlin, Tochter eines Kaufmanns. Seit 1860 verheiratet dem Philologen Georg Büchmann, dem Herausgeber der berühmten Zitatensammlung „Geflügelte Worte“. Schülerin von Carl Steffeck und Carl Gussow in Berlin, von Wilhelm Dürr in München, bildete sich in Paris weiter. Auf den Berliner Akademie-Ausstellungen und Kunstausstellungen 1876–1906, auch auf der Dresdner Kunstausstellung 1881, 1888 und 1901 sowie 1898 auf der Ausstellung des Kunstvereins Bremen 1898 und in Kassel 1895–1901. Besonders in der Anfangsphase im Verein der Berliner Künstlerinnen und Kunstfreundinnen aktiv, wo sie Mitglied war von 1880 bis 1916. 1911 längerer Italienaufenthalt. Wandelte sich von der Genre- immer stärker zur gefragten Porträtmalerin. Ihr bekanntestes Werk das Bildnis ihres Ehemanns, welches als Radierung das Frontispiz zahlreicher Auflagen der „Geflügelten Worte“ zierte. Gestorben nach 1912. Einige Gemälde im Kunsthandel nachweisbar. Sie zeigen eine handwerklich präzise und altmeisterliche, aber auch gefällige Darstellung – auffällig die detailreiche Ausarbeitung von Mustern und Textilien. [kl-bb]
Nicht gut erforscht, noch zu entdecken