Berlin-Brandenburgisches Künstlerlexikon

Clara Arnheim (1865-1942)

Marine-, Genre- und auch Porträtmalerin, aus einer jüdischen Arztfamilie in Berlin, später zum evangelischen Glauben konvertiert, unverheiratet. Ausbildung in Berlin bei Franz Skarbina und Adolf Meyer sowie in Paris bei Aman-Jean Laurens und Ernest Laurens. Mitbegründerin des „Hiddensoer Künstlerinnenbundes“ 1919 und regelmäßig auf Hiddensee, Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen und Kunstfreundinnen, dort 1911 Schriftführerin, Mitglied im Lyceum-Klub. Unterhielt ein eigenes Atelier in Charlottenburg. Produktive Malerin, den Strömungen folgend, mit Interesse für Gruppenbilder, häufig mit Kindern, außerdem viele Strand- und Hafenszenen, Porträts vereinzelt. Eine erste Monographie (2017) konnte etwa 200 erhaltene Gemälde und Aquarelle zusammenstellen. Nach 1933 als Jüdin ausgegrenzt, zusammen mit der Freundin Henni Lehmann bis 1937 in einer Wohnung (für eine lesbische Beziehung die Quellenlage unzureichend), im Konzentrationslager ermordet. [kl-bb]

Teilweise erforscht

Alternative Namensformen

Normdaten

Person

Geburtsdatum 24.04.1865
Geburtsort Berlin

Tätigkeit

Technik Aquarell, Malerei, Zeichnung (Kunst)
Gattung Genre, Marinemalerei, Porträt

Netzwerk

Lehrer/-innen Franz Skarbina
Edmond Aman-Jean

Quellen und Literatur zu Clara Arnheim

Stammbaum

Karte

Aktivität